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BRAUTENTFÜHRUNG

...eine ganz alte und bekannte Tradition, wird in Bayern auch Brautverziehn genannt.

Während eines Tanzes wird die Braut von einem Mitverschwörer unbemerkt aus dem Saal getanzt/ entführt.
Wenn der Bräutigam Glück hat, wird die Braut im selben Gasthof in einen anderen Saal gebracht. Die Gäste machen sich natürlich mit dem Bräutigam auf die Suche.

Von vielen Gasthöfen wird dieser Brauch dazu genutzt nach Kaffee und Kuchen für das Abendmenü neu einzudecken.

Derweil feiert die Braut samt Gefolge schon mal mit viel Wein weiter. Wenn der Bräutigam seine Braut gefunden hat, muss er sie erst mal auslösen.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Die schmerzhafte Methode ist die, wenn er sich auf einen Holzklotz knien muss und dabei seiner Frau seine Liebe beteuert. Oder er muss sich Schürze und Kopftuch anziehen und mit einem Besen die gute Stube ausfegen. Oder er muss die gesamte Gesellschaft am 1.Hochzeitstag zu einem Grillfest einladen.



BRAUTSTRAUSS-WERFEN

Dazu ist eigentlich nichts weiter zu sagen. Wir kennen den Brauch: die Braut wirft den Brautstrauss rückwärts über ihre Schulter. Die Dame (natürlich stehen hinter der Braut in diesem Moment nur unverheiratete Damen) die den Strauss fängt, heiratet als nächste.

Soweit so gut. Aber: Was, wenn die Braut den Strauss als Erinnerung an ihren schönsten Tag behalten will? Ganz einfach. Man besorgt 2 Brautsträusse. Einen Hauptstrauss und einen, den man später guten Gewissens werfen kann.

Und noch was: meistens schaut sich die Braut schon vorher aus, wem sie den Strauss zuwerfen möchte. Aber schummeln bringt kein Glück. Also, hinter dem Rücken der Braut ruhig nochmal die Damen durchmischen...

Eine sehr schöne Variante dazu ist der Brautstrauss-Walzer:
Der Braut werden die Augen verbunden. Braut und Bräutigam tanzen Walzer. Sie wird von ihrem Bräutigam selbstverständlch sicher geführt. Die unverheirateten Damen stehen im Kreis um das tanzende Brautpaar. Während des Walzers wirft die Braut Ihren Strauss.

Das schöne daran: der Überraschungseffekt ist sicher. Außerdem entsteht dadurch nochmal eine schöne Walzer-Stimmung.



KLINGEL-KÜSSEN

Wenn die Gäste plötzlich mit ihren Dessertlöffeln gegen die Gläser klingeln, muss sich das Brautpaar nicht wundern. Das allgemeine Geklingel bedeutet nichts anderes, als dass die Gäste sehen wollen, dass sich das Brautpaar küsst.

Das Brautpaar muss dann alles stehen und liegen lassen, aufstehen und sich küssen. Egal ob sie grade beim Essen sind oder sich mit komplett woanders sitzenden Freunden oder Verwandten unterhalten. Sobald die Gäste klingeln, heisst es, zueinander laufen und küssen...

Eine Bitte an die Gäste: nicht alle 5 Minuten klingeln!



STRUMPFBAND-AUKTION

Eine andere Tradition ist die Versteigerung des Strumpfbandes der Braut.
Ein Auktionator oder Spielleiter nimmt die Gebote der Gäste entgegen.
Jede gebotene Betrag wird sofort in einem Hut oder einer Schachtel eingesammelt. Bei jedem Gebot, zieht die Braut ihr Brautkleid ein bischen höher.

Der Bieter, bei dem das Strumpfband dann zu sehen ist, bekommt das Strumpfband, das der Braut vom Bräutigam mit den Zähnen ausgezogen wird...



Hochzeitsbräuche

Noch viel mehr Hochzeits-Bräuche und Traditionen findet Ihr unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochzeitsbrauch

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